Triumph Rennsport Historie

Triumph, eine der bekanntesten britischen Automobilmarken des 20. Jahrhunderts, hat im Motorsport eine bemerkenswerte, oft unterschätzte Rolle gespielt. Besonders zwischen den 1950er und 1970er Jahren prägten Triumph-Sportwagen zahlreiche internationale Wettbewerbe und trugen entscheidend zum sportlichen Image der Marke bei.

Die frühen Erfolge: TR2 und TR3

Mit dem Triumph TR2 begann Mitte der 1950er Jahre der motorsportliche Aufstieg. Das Modell war leicht, aerodynamisch und für seine Zeit vergleichsweise günstig – ideale Voraussetzungen für private Rennfahrer. Fast alle Fahrer benutzten die aktuellen Serienmodelle ohne Tuningmaßnahmen. Beim Rennen von Le Mans 1955 erreichten zwei TR2 eine beeindruckende Platzierung im vorderen Mittelfeld und bewiesen damit ihre Zuverlässigkeit unter extremen Bedingungen.

Der Nachfolger, der Triumph TR3, machte dort weiter, wo der TR2 aufgehört hatte. Mit Scheibenbremsen an der Vorderachse – eine Innovation in seiner Klasse – überzeugte er bei der Mille Miglia, der Rallye Monte Carlo und verschiedenen britischen Clubrennen. Die Kombination aus solidem Handling und robustem Vierzylindermotor machte den TR3 zu einem Favoriten engagierter Privatfahrer.

Triumph bei Langstreckenrennen: Der TR4 und der TRS

In den 1960er Jahren setzte Triumph verstärkt auf Weiterentwicklung. Der TR4, gestaltet von Michelotti, verband sportliche Gene mit modernerer Technik. Seine Präsenz bei Bergrennen, Straßenrallyes und internationalen Langstreckenläufen trug dazu bei, die Marke global bekannter zu machen.

Ein Meilenstein war der Triumph TRS. Mit seinem neu entwickelten DOHC-Motor – intern „Sabrina“ genannt – stellte er 1961 und 1962 bei den 24 Stunden von Le Mans seine Standfestigkeit unter Beweis. Obwohl Triumph nicht um den Gesamtsieg kämpfte, sorgten die Fahrzeuge durch konstante Rundenzeiten und Zuverlässigkeit für Aufmerksamkeit und einen deutlichen technologischen Fortschritt innerhalb der Marke.

Die späteren Jahre: TR5, TR6 und Rückzug aus dem professionellen Motorsport

Mit zunehmendem Wettbewerb und strengeren Reglements wurde es für Triumph schwieriger, mit großen Herstellern mitzuhalten. Dennoch erreichten Modelle wie der TR5 und der TR6 weiterhin gute Resultate in nationalen Serien und bei Rallyeveranstaltungen. Die kräftigen Sechszylindermotoren, insbesondere in den US-Versionen, machten die Fahrzeuge weiterhin beliebt bei Amateurfahrern.

In den 1970er Jahren zog sich Triumph zunehmend aus dem professionellen Rennsport zurück. Finanzielle Herausforderungen des Mutterkonzerns und die sich wandelnden Anforderungen des Marktes machten eine werksseitige Motorsportpräsenz kaum noch möglich.

Triumphs Vermächtnis im historischen Motorsport

Heute lebt der Triumph-Rennsportgeist vor allem in historischen Rennserien weiter. TR2, TR3, TR4 und TR6 starten regelmäßig bei Classic-Events wie dem Goodwood Revival, der Le Mans Classic und zahlreichen Oldtimer-Rallyes. Enthusiasten schätzen die Autos für ihre Mischung aus einfacher Technik, direktem Fahrgefühl und britischem Charakter.

So bleibt Triumph, trotz seines Verschwindens aus der modernen Motorsportlandschaft, fest verankert in der Tradition des klassischen Rennsports – als Marke, die durch Leidenschaft, Ingenieurskunst und robuste Sportwagen Generationen von Fahrern begeistert hat.

ergebnisse der Rennen in Tabellenform

195419551956
19571958